Psychosomatik

Wenn der Körper für die Seele spricht

Viele Menschen kennen es - der Kopf, der Rücken oder der Bauch schmerzt, aber trotz eingehender ärztlicher Untersuchung kann keine körperliche Ursache gefunden werden. "Anscheinend ist es nur psychosomatisch" heißt es dann häufig oder es wird unterstellt, man habe sich die Schmerzen "nur eingebildet" oder  sogar "simuliert".

 

Stehen solche nicht-eindeutig-körperlichen Beschwerden im Vordergrund und beeinträchtigen die Lebensqualität und den Alltag des/der Betroffenen, spricht man von einer somatoformen Störung (SOMA = Körper). Betroffene fühlen sich oft nicht ernst genommen und allein gelassen mit ihrem Leid.

Neben Allgemeinsymptomen wie Müdigkeit und Erschöpfung stehen häufig Schmerzsymptome an vorderster Stelle, gefolgt von Herz-Kreislauf-Beschwerden, Magen-Darm-Beschwerden, sexuellen und neurologischen Symptomen.

 

Körper, Geist und Seele

Ursache für die oben genannten Beschwerden sind häufig seelische Konflikte, die über den Körper ausgedrückt werden. Körper und Seele sind eng miteinander verbunden, was sich auch in unserer Sprache wiederspiegelt:

 

Es ist zum aus der Haut Fahren.

Das raubt mir den Atem.

Es schnürt mir den Hals zu.

Ich habe einen Klos im Hals.

Gefühle hinunterschlucken.

Ich habe das satt.

Schmetterlinge im Bauch.

Mir wird ganz flau im Magen.

Das schlägt mir auf den Magen.

Etwas liegt mir schwer im Magen.

Es ist zum Kotzen. Es kotzt mich an.

Das stößt mir sauer auf.

Herzschmerz.

Da wird mein Herz schwer.

Da fällt mir ein Stein vom Herzen.

Das bricht mir das Herz.

Das belastet mich sehr.

Eine Last von den Schultern nehmen.

Ich fühle mich überlastet.

Ich fühle mich zerrissen.

Ich scheiß drauf.

Ich scheiß mich davor an.

Ich bin angepisst.

Da krieg ich weiche Knie.

...