Depression

Wenn sich der Himmel verdunkelt

Die Depression stellt eine der häufigsten psychische Erkrankung dar, wobei doppelt so viele Frauen wie Männer davon betroffen sind.

 

Auf emotionaler Ebene herrscht ein Gefühl von Traurigkeit, Niedergeschlagenheit, Freudlosigkeit, Hilflosigkeit und Hoffnungslosigkeit vor. Dinge, die einst Freude bereitet haben, können nicht mehr genossen werden, jegliches Interesse an der Umgebung und an Freizeitaktivitäten geht verloren. Alles erscheint mühsam und belastend und man möchte in der Früh nicht mehr aufstehen, sondern einfach nur im Bett bleiben. Manche Betroffene weinen viel und oft, andere fühlen sich leer und gefühllos.

 

Der eigene Wille scheint wie gelähmt, der Antrieb ist vermindert und selbst kleine Aufgaben erscheinen nicht bewältigbar. Alles verlangsamt sich. Die Gedanken kreisen um negative Inhalte und das Grübeln findet kein Ende. Im Kontakt mit anderen fühlen sich Betroffene minderwertig und leiden an Schuldgefühlen, sodass sie sich immer mehr isolieren. Auch Gedanken an den Tod können aufkommen - im schlimmsten Fall kann die Erkrankung zum Selbstmord des/der Betroffenen führen.

 

Auch körperliche Symptome wie Kopf-, Rücken- und Bauchschmerzen können vorkommen, der Appetit ist vermindert und Schlaflosigkeit wird zur Qual. Andere wiederum schlafen und essen vermehrt.

 

Depressive Phasen

Es gibt verschiedene Arten von Depression - sie kann langanhaltend oder auch episodisch vorkommen, als leichte Verstimmung oder als schwere Erkrankung mit psychotischen Symptomen auftreten. Umgangssprachlich wird oft von "depressiven Phasen" geredet, jeder Mensch erlebt gute und schlechte Zeiten. Dennoch unterscheidet sich eine "echte" Depression wesentlich von normalen Stimmungstiefs, die jeder ab und an durchlebt. Eine Depression muss man ernst nehmen und sollte frühzeitig erkannt und behandelt werden, um eine Chronifizierung, Begleiterkrankungen und Verschlimmerung bis zum Suizid zu vermeiden.